Tradition trifft Moderne. Trachtenmode von Thomas Rettl ist auch ein Statement für Individualität. 

Alles, nur nicht kleinkariert

Marion Topitschnig, 21.09.2017

Thomas Rettl hat mit seinem »Kärnten Karo« und dem Kärntner Kilt die Tracht seiner Heimat modernisiert. Mit Falstaff sprach er über Tradition und Loden-Boom.

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Wass ist Tracht und was nicht? Mit dieser Frage bringt man Thomas Rettl, Geschäftsführer des Traditionsbetriebs Rettl 1868, zum Nachdenken. Natürlich gibt es Regeln, die definieren, wann sich ein Kleidungsstück Tracht nennen darf, aber von solchen starren Vorgaben hält Rettl wenig. »Das Wort Tracht leitet sich vom Verb tragen ab«, sagt er »und ist ein Bekenntnis des Trägers zu seiner Herkunft.« Wenn es um Tracht geht, sind für Rettl dennoch zwei Dinge unentbehrlich: »Stil und Ehrlichkeit.« Als Thomas Rettl, ein gelernter Schneider mit internationaler Erfahrung – unter anderem in London, Schottland und Italien –, das Familienunternehmen 1991 übernahm, waren die oben genannten Schlagworte seine oberste Maxime. Dazu gesellten sich Rettls unkonventioneller Stil und eine Portion Kreativität, als er nämlich 1999 das »Kärnten Karo« und den daraus gefertigten »Kärnten Kilt« präsentierte.

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