Konstantin ​Filippous »economy class« Restaurant abseits von Souvlaki, Bifteki und Retsina.

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Derlei passiert selten. Konstantin ​Filippou hat es geschafft, zum rechten Zeitpunkt sein Zweitlokal »O Boufés« (griech. »das Buffet«) aufzusperren und damit gleich doppelt zu punkten. Einerseits ist es stets eine gute Idee, im Schatten einer starken Hauptmarke – seines Hauptrestaurants »Konstantin Filippou« – eine günstigere Zweitmarke zu etablieren, »economy class« quasi. Und zweitens – die Natural Wines sind längst aus ihrer Nische getreten und die neuen Stars eigens etablierter Weinbars, siehe etwa die »Bar Brutal« in Barcelona oder »Terroirs« und »Naughty Piglets« in London. 300 Positionen haben Filippou und seine Frau Manuela zusammengetragen, darunter Absonderlichkeiten wie der Welschriesling Nigori aus der Slowakei, der wie ein Sake daherkommt. Während sich nun die Wein­szene allabendlich an der Bar im Shabby Chic mit Achtzigerzitaten die Flaschen hineinzieht, tummeln sich an den Tischen die Gourmets und sind zu Recht glücklich über die grandiose Kollektion von elaborierten Kleingerichten. Krachige Schweinenasenchips mit geräuchertem Sauerrahm sind wohl der gerade beste Snack in town. Fava ist eine mundwässernde feine Masse aus Plattbohnen, Olivenöl und Speck. Hühnerinnereien veredelt die Küche mit Ei, Parmesan und Zwiebel zu einer Geschmacksgranate. Weniger Mutige dürfte eine Edelversion des zypriotischen Gerichts Stifado glücklich machen, Rindsbackerln werden mit Schalotten, Speck und Zwetschken geschmort und mit einem abgesäbelten Stück vom Maiskolben serviert. Auch so kann Griechenland schmecken. Gescheit: Das »O Boufés« nimmt nur für die Hälfte der Tische Reservierungen entgegen, man hat also trotz des Ansturms ad hoc eine Chance.

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