Ein frankophiler Geheimtipp: Michael Wiesinger und Florian Hrachowina verwöhnen Wiens ersten Bezirk.

Werbung

Fällt unter kulinarisch versierten Zeit­genossen der Name »Aubergine«, denken diese weniger an Gemüse als an jenes Münchner Restaurant, in dem dereinst Eckart Witzigmann zur Legende mutierte. Als ­Michael Wiesinger und Florian Hrachowina 2006 im Börsenviertel ihr Wiener »Aubergine« aufsperrten, war diese Assoziation durchaus angedacht. Tatsächlich entwickelte sich das kleine Restaurant mit der großen Weinkarte – vielen ist Wiesinger noch als ­Sommelier im »Meinl am Graben« in Erinnerung – zu einem frankophilen Geheimtipp. Atouts sind die 400 Positionen der Weinkarte, darunter auch »kleinere« und weniger teure Bouteillen aus Bordeaux und Burgund. Dazu kommt die fantastische Käseselektion von Maître ­An­tony aus dem Elsass. Neuerdings haben Wiesinger und Hracho­wina viel vor. Sie übernahmen zusammen mit einem stillen Partner die »Steirerstuben« (siehe Lokal Nummer vier), im Sommer folgt ein Ausflugslokal bei der Alten Donau. Und die Der Elsässer Olivier Hirschmuller ist der neue Küchenchef der »Aubergine« in Wien einsKüche im Stammhaus ist neu besetzt. Der Elsässer Olivier Hirschmuller, zuvor im ­»Hexensitz« und im Mödlinger »a.n.o.u.« am Herd, sorgt dort für einen noch französischeren Gout. Ganz schön bissfest gesulzter ­Kalbskopf wird mit mariniertem Thunfisch und Kürbisvinaigrette serviert, die Kombi passt ebenso wie beim appetitanregend frischen Salat von Avocado, Hummer, Zitrone und Jakobsmuschel. Die Kalbskutteln ­kommen in einer pannonisch anmutenden Spielart mit Joghurt und Paprika, eine nachahmenswerte Variation. Und während bei der ­Su­preme von der Taube der rechte Garpunkt eher verpasst wurde, zeigt die gefüllte Supreme vom Elsässer Landhuhn mit Cassoulet von Frühlingsgemüse, dass in der Küche ­Potenzial steckt. Mit solch fröhlich-stimmigen Gerichten startet man gern ins Frühjahr.

Weiterlesen

Werbung