Badens Genossenschaften: Einmal Reset, bitte!

Ulrich Sautter, 27.05.2020

Wenn alles so bleiben soll, wie es ist, dann muss sich alles verändern – das ist die Lösung der Stunde für Badens Genossenschaften.

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Als der Flachbildschirm aufleuchet, erscheinen Bilder von Weinbergen im Gegenlicht, begleitet von epischen Streicherklängen. Die Kamera schwenkt über Dörfer und abermals über Reben, streift bewaldete Hügel, an deren Schokoladenseite Weinberge bis hinein in die Ebene auslaufen. Und schließlich sieht man einen jungen Mann, der mit einem Spaten in der Hand oberhalb eines Weinbergs steht. »Unsere Reben wachsen im ­gesamten Markgräflerland«, sagt er, »von Grenzach im Süden bis zum Batzenberg im Norden.« Dann spricht er über die Vorzüge einer Genossenschaft. Und endet mit der Aussage: »Ich bin Markgräfler Winzer.« Hagen Rüdlin ist der Geschäftsführer ­der Markgräfler Winzer, der zweitgrößten Genossenschaft Badens und der größten ­im Markgräflerland im Südwesteck des ­Anbaugebiets. Die Filmvorführung findet im Büro des 43-Jährigen statt. Als Rüdlin die Geschäftsführung des 900-Hektar-Betriebs im Juli 2016 übernahm, hieß die Genossenschaft noch Bezirkskellerei Markgräflerland. Ganz in der Diktion der Sieb­zigerjahre, als es in Breisach auch noch ­eine Zen­tralkellerei gab.

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