Bangen um die Weinlese an der Ahr

Ulrich Sautter, 07.09.2021

Mehr als 60 Weinbaubetriebe stehen im wahrsten Sinn des Wortes vor dem Nichts. Trotz grosser Spendenhilfen aus der Weinwelt macht der nahende Herbst Sorgen.

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Paul Josef Schäfer vom Weingut Burggarten in Heppingen bekommt auch Wochen nach der Schreckensnacht noch ein Zittern in der Stimme, wenn er über die Schäden im Weingut seiner Familie und im angeschlossenen Hotel berichtet: »Im Hotel stand der ganze Wellnessbereich unter Wasser, die Heizung, im Keller des Weinguts sah es so aus, dass 150 Holzfässer und 25 Edelstahltanks kreuz und quer ineinander verkeilt lagen, das Wasser stand fünf Meter hoch bis unters Dach, die Maschinen, die meisten noch ganz neu, sind alle kaputt, und bis auf einen Trecker und einen Stapler sind auch alle Fahrzeuge Totalschäden, die Temperatursteuerung im Keller, mit der wir Most und Wein wärmen oder kühlen können, ist kaputt, 100.000 Flaschen auf Paletten sind alle zusammengesackt und im Schlamm gelegen. Der ganze Schaden beträgt etwa zwei Millionen.« Was der Familie widerfahren ist, ist kein Einzelfall, im Gegenteil: Im Weinbau der Ahr ist das eher der Regel- als der Ausnahmefall. Von den 65 Vollerwerbswinzern des Ahrtals sind nur drei nicht von Flutschäden betroffen. Auch Michael Kriechel vom Weingut Peter Kriechel in Ahrweiler hat fast alles verloren: »Auch nach fünf Wochen haben wir noch nicht wirklich den Überblick«, sagt er.

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