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Ein Donnerstagabend in der Swinemünder Straße 1 in Berlin: Wenige Meter von der Zionskirche entfernt, hängt ein roter Eimer aus dem zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Feinschmecker wissen sofort, was Sache ist: Es gibt wieder Ramen. Alles Gute kommt von oben? Das Sprichwort trifft wohl nirgendwo in der Hauptstadt besser zu als hier. Geklingelt wird bei Christopher Selig. Das Fenster öffnet sich und Selig – zerzauste Haare, breites Grinsen – seilt die Bestellung ab: Ein Becher Brühe, ein anderer mit Nudeln, Gemüse und diversen Toppings finden so den Weg zu der wartenden Kundschaft am Boden. Wer einen Abholslot ergattern konnte, hatte Glück. Denn die ehemals geheimsten Ramen in Berlin sind seit ein paar Wochen nicht mehr ganz so geheim. Wie sollte es anders sein, haben Tiktok und Instagram ihre Finger im Spiel. Auf den Social Media Plattformen gehen Videos von Seligs rotem Eimer viral – und das nicht nur in Deutschland. Selbst Freunde aus Singapur sprachen den Wahlberliner auf das Video im Netz an.
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