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Auslöser für den dokumentarischen Roman »Wein des Vergessens« war eine Hinterlassenschaft mit einer Fülle an Zeitdokumenten, die die Arisierung des Weinguts von Paul Robitschek belegen. Dessen Immobilie in Krems wurde mittels Einsatz skrupellosester Methoden besetzt und als Basis der 1938 gegründeten Genossenschaft Winzer Krems auserkoren. Hauptverantwortlicher Anstifter Franz Aigner hatte sich zu einem Zeitpunkt zum Obmann der Genossenschaft erklärt, als sie noch gar keine Kellerei hatte. Nach Vorbildern in Hitler-Deutschland gegründeter Genossenschaften hatte er auf 100-prozentige Enteignung gesetzt. Dass ihm dies nicht so ohne weiteres gelang, lag am Widerstand und ausgezeichneten Kontakten von Paul Robitschek und August Rieger. Die Autoren Bernhard Herrmann und Robert Streibel zeichnen die Charaktere der einzelnen Akteure bildhaft nach und lassen den Leser die Schrecken der Zeit durchleben. Herrmann stammt aus der Familie von Albert Herzog, der nicht nicht nur Verwalter des Weinguts, sondern auch Geliebter von August Rieger war. Er entdeckte in der erwähnten Hinterlassenschaft eine metallene Kassette mit offiziellen Dokumenten und persönlichen Aufzeichnungen von Herzog.
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