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»Jamie Oliver in Konkurs?« – Diese oder ähnliche Schlagzeilen geisterten in den vergangenen Tagen durch die internationalen Gazetten. Falstaff hat sich erkundigt, was an diesen Nachrichten dran ist oder ob es sich um »Fake News« handelt. Ein Faktencheck sozusagen. Roy Zsidai ist der Kopf der Zsidai-Gruppe mit rund einem Dutzend Restaurants in Europa, darunter auch das »Jamie's Italian« in Wien. Der ungarische Unternehmer stand Falstaff Rede und Antwort. FALSTAFF: Die Medien schreiben über einen bevorstehenden Konkurs von Jamie Oliver. Zwölf Niederlassungen von »Jamie's Italian« müssen ebenso geschlossen werden wie die »Barbecoa«-Restaurants mit Steak-Schwerpunkt. Wie kritisch ist die Lage wirklich und wie sind Sie davon betroffen? Roy Zsidai: Vorweg muss gesagt werden, dass die »Jamie's Italian«-Restaurants am Festland im Franchise-System und somit autark von den britischen Betrieben laufen. Unsere Betriebe in Wien und Budapest laufen sehr gut und sind über den Erwartungen. In UK ist das anders, die Filialen gehören Jamie Oliver direkt. Warum mussten dort zwölf Niederlassungen schließen? Das mit den Schließungen stimmt, aber fast alles in dem Artikel, der international großteils unreflektiert übernommen wurde, ist falsch. Der kolportierte Schuldenberg von 71 Millionen Pfund beispielsweise ist willkürlich konstruiert. Da sind Dinge mitgerechnet, wie offene Gehälter, die per Monatsende fällig werden, also Durchlaufposten. Da viel investiert wurde, gibt es Bankkredite in der Höhe von 47 Millionen Pfund, davon hat Jamie Oliver aus seinem Privatvermögen nun neun Millionen zurückbezahlt. Es bleiben also noch Verbindlichkeiten in der Höhe von 38 Millionen. Was die zwölf Schließungen betrifft gab es sogar eine Umfrage unter Partnern und Lieferanten – 97 Prozent haben dieser Lösung zugestimmt.
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