Weil Gabriele Brunnerr (noch) nicht bis nach Nepal gekommen ist, holte sie mit den Yak ein Stück Nepal zu sich nach Tirol.

Das Yak, die Alm und die Würde

Michaela Ernst, 12.08.2018

Aus Sehnsucht wurde Gabriele Brunner, Lehrerin für Psychologie und Sport, zur erfolgreichen Yak-Züchterin – und damit zur Produzentin von höchst delikatem Fleisch.

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Man muss nicht immer in ein Flugzeug steigen, um seinem Sehnsuchtsort nahe­zukommen. Mit etwas Gestaltungswillen lassen sich manche Begehrlichkeiten der Ferne ins tägliche Hier und Jetzt integrieren. Und selbst wenn diese dann nicht ganz echt sind, sind sie dennoch da und wahr. »Ich wollte immer schon nach Nepal«, erzählt die Sport- und Psychologielehrerin Gabriele Brunner auf der Fahrt zu ihrer Alm in Kelchsau bei Wörgl und bereitet den Besucher darauf vor, dass dort einiges anders ist als auf einer typischen Tiroler Alm. Da sind nicht nur ihre 20 Yaks, die auf rund 1550 Meter Höhe – im Hochsommer geht es rauf auf 1800 Meter – glücklich grasen. Das Tier lebt normalerweise in Zen­tralasien, vorzugsweise in Nepal, da es extrem anpassungsfähig an Höhe und Kälte ist. Schwankungen reguliert es über seine Atemfrequenz, die es bei Hitze drei- bis viermal so hoch schrauben kann wie ein »normales« Rind; damit leitet es überschüssige Wärme ab. Bei niedrigen Temperaturen beschränkt es sich auf sieben bis fünfzehn Atemzüge pro Minute und hält dieserart die Wärme im Körper.

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