Werbung
Tradition ist wichtig, doch sie reicht heute nicht mehr. Denn die ursprünglich acht Tage, die Weinbauern ihre eigenen Spezialitäten in der K.-u.-k.-Monarchie ausschenken durften, sind den Heurigen-Fans viel zu wenig! In den großen Heurigenorten Ostösterreichs erstellen die Weinbauvereine daher meist einen lückenlosen Kalender der Ausstecktermine. »Nulla dies sine vinea« könnte man sagen – kein Tag ohne Achterl-Ausschank. Denn längst holt man sich nicht nur als Einheimischer sein Bratlfettbrot oder einen Käferbohnensalat als kaltes Abendessen. Nein, ganze Ausflüge werden entlang dieser Tage geplant. Schließlich finden sich einige der schönsten Betriebe nicht nur in der Natur, sondern mitten in den Weingärten. Man trinkt daher nicht nur Wein, oder vielleicht Traubensaft, sondern saugt im übertragenen Sinne auch eine ganze Region in sich auf.
Werbung