Pralle Frucht: die Marille als Markenzeichen für den Genuss einer ganzen Region.

Die Quelle des Genusses – Best of Produzenten

Michael Pöcheim Pech, 29.03.2019

Fruchtbare Becken, klimatisch außergewöhnliche Steinterrassen und innovative Bauern verwandeln die Regionen entlang der Donau in einen Garten Eden des Genusses.

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Schon zeitig in der Früh haben die Bauern ihre Stände auf dem Kremser Pfarrplatz aufgebaut. Hinten begrenzt der mächtige Dom der Wachau die Idylle, vorne rücken die Bauern ihre Waren zurecht. Die ersten Marktbesucher greifen sich die besten Stücke heraus, bald wird der Platz dicht gefüllt sein – so wie jeden Samstag. Hier kommen Produzenten aus jener Region zusammen, deren fruchtbarer Boden geprägt ist vom Fluss, der sie durchschneidet. Es ist die Donau auf ihrem Weg von der deutschen bis zur slowakischen Grenze, die dort das Klima maßgeblich beeinflusst und damit Quelle einzigartiger Genussprodukte ist. So wie in Krems finden sich entlang des Stromes immer wieder zahlreiche kleine Bauernmärkte oder Läden und auch ganz spezielle Produzenten, die sich die Auswirkung des Flusses auf den Anbau zunutze machen. Zwei von ihnen sind die Gärtner Manuela und Stefan Hick, die in Weißenkirchen den Wachauer Chili anbauen, ernten und zu unterschiedlichsten Produkten verarbeiten. Es ist nämlich die Donau, die mithilft, um dem scharfen Gemüse seinen unvergleich­lichen Geschmack zu verleihen. Wenn in der Wachau die atlantische Luft vom Westen auf das warme pannonische Klima im Osten trifft, verhindert das Wasser zunächst große Hitzestaus. Abends verstärkt dann der kühle Fallwind von Norden die Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht – ­optimale Bedingungen für die Bildung der Aromen in den Schoten. Ein Effekt, der übrigens auch die Wachauer Marille so einzigartig macht. Die saftige Steinfrucht zählt sicher zu den bekanntesten kulinarischen Schätzen Österreichs. Der Name »Wachauer Qualitätsmarille« ist innerhalb der EU sogar eine geschützte Ursprungsbezeichnung und die daraus ­produzierten Marmeladen, Liköre oder ­Edelbrände stolze Marken-zeichen der Region, von den weltberühmten Marillenknödeln ganz zu schweigen. Ein Vorzeigebetrieb ist der »So schmeckt Niederösterreich«-Betrieb »Marillenhof Kausl« in Mühldorf.

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