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Die jüngere Geschichte des Edelbrands in Österreich lässt sich grob in drei Phasen einteilen. Deren erste von einem Brenner wenig schmeichelhaft zusammengefasst wird: »Die Alternative zur Destille hieß damals einfach Biotonne«. Gebrannt wurde nur Obst, das sich nicht verkaufen ließ, erinnert sich der Kärntner Valentin Latschen. Er gehörte mit seinen »Pfau«-Bränden zu den Pionieren, für die nur beste Früchte gut genug für die Brennblase waren. Die 1980er- und 1990er-Jahre stellten jene Zeit dar, in der immer mehr Mitstreiter den Weg der »klaren« Frucht beschritten. Vor allem international sorgten die Brenner – Namen wie Max Schosser, Franz Tinnauer oder Hans Reisetbauer – damit für Furore. Und auch auf den Schnapswägen der Gastronomie verdrängten die Spitzenbrenner Grappa, Cognac und Co. Es waren die Hochzeiten des Edelbrands, dessen Aromatik ausschließlich aus der Frucht stammen darf, die am Etikett steht.
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