Der für Düsseldorf typische Bierstil ist nur dem Namen nach »Alt«. Tatsächlich ist die Bezeichnung recht jung. Und der Geschmack liegt im internationalen Trend: Dunkle Bitterbiere sind weltweit gefragt.

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Altbier! Wer kennt das nicht? Franz Schönfeld zum ­Beispiel. Schönfeld war in den 1930er-Jahren Leiter der Hochschulbrauerei in Berlin, einer der wichtigsten Ausbildungsstätten für deutsche Brauer. Und er war Autor des damals einflussreichsten deutschsprachigen Lehrbuchs über obergäriges Bier. In dessen zweiter Auflage von 1938 schreibt er zwar: »Es ist ein alter Brauch im Rheinland, obergärige, hochvergorene Lagerbiere zu brauen von heller, goldgelber Farbe und starkem, ja überstarkem Hopfengeschmack. Schon vor mehr als 100 Jahren hatte das rheinische Bier einen Ruf, das dem englischen hellen, bitteren Bier (dem bitteren Ale) in mancher Hinsicht ähnelt ... Im übrigen wurde es, gleich dem englischen, … sehr kräftig gehopft, ja gewissermaßen überhopft, einer zwei- bis dreimonatlichen Lagerung bei einer den obergärigen Bieren zukommenden mäßig kalten Temperatur (5–7 °C) unterworfen, doch nicht gespundet, da es ohne den sonst den ­Lagerbieren eigenen, haltbaren, ­dichten, hohen Schaum zum Ausschank kommen soll.«

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