Flüssig Fasten: Smoothies im Falstaff-Check

Bernhard Degen, 08.03.2018

Kalorien und Karies oder Vitamine und Vitalstoffe: Weil Fertig-Smoothies mehr versprechen, als sie können, empfehlen wir selbst gemachte Zubereitungen. ­

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Bunt und mehrheitlich grün leuchten sie aus den Kühlregalen und sprechen durch ihre Aufmachung gesundheitsbewusste Konsumenten an: Smoothies, Wohlbefinden aus der Plastikflasche. Besonders beim Fasten ist die kalorienarme Zufuhr von Vitaminen und Vitalstoffen wichtig. Ernährungsexperten sprechen von fünf Portionen Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten, die ein erwachsener Mensch pro Tag zu sich nehmen sollte. Leichter gesagt als getan, denn woher soll man die Zeit für den Einkauf und die Zubereitung nehmen? Smoothie-Hersteller versprechen mit ihren Produkten eine simple Lösung: Ein Fläschchen pro Tag, und alle Nähr- und Vitalstoffe, die der Körper so braucht, sind konsumiert. Schön wär’s! Aber beginnen wir mit einer grundsätzlichen Begriffsklärung: Ein Smoothie ist ein Mixgetränk aus Obst und Gemüse mit cremiger Textur – die Haptik muss smooth sein, das sagt schon der Name. Nachdem man nach dem ersten Smoothie-Hype bemerkt hat, dass die obstbasierten Smoothies schon alleine wegen des hohen Zuckergehalts nicht ausschließlich gesunde Effekte haben, musste man sich etwas anderes überlegen. Es folgte die Geburtsstunde der Green Smoothies, deren Hauptanteile aus Gemüse und Kräutern bestehen sollten, um den Zuckergehalt gering zu halten. Aber da das Marketing noch »superer« und gesünder kommunizieren will, wurden zusätzlich Superfood-Smoothies erfunden, die uns dank Acaibeeren, Chiasamen, Gojibeeren, Mikroalgen & Co jünger und schöner machen sollen.

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