Das biologisch-dynamisch wirtschaftende Weingut Bürklin-Wolf nutzt Pferdestärken zum Pflügen des Kirchenstücks.

Forster Kirchenstück: Ein Stück vom Glück

Ulrich Sautter, 09.12.2020

Der teuerste Weinberg der Pfalz liegt hinter der Dorfkirche von Forst: Schon vor 200 Jahren füllte das Kirchenstück den Säckel der Landesherren. Kostbar ist dieser Weinberg auch heute noch.

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Gut fühle es sich an, sagt Pfarrer Bernhard Braun, in der Kirche Sankt Margareta zu stehen und zu predigen, mit diesem wunderbaren Weinberg draußen vor dem Gotteshaus. »Sie wissen ja sicher, dass das Forster Kirchenstück schon im 19. Jahrhundert durch die bayerische Steuerverwaltung zur teuersten Lage der Pfalz wurde.« In der Tat, im Jahr 1828, als die Pfalz noch zum Königreich Bayern gehörte, katalogisierte der Fiskus die Weinberge seiner Untertanen – und machte das Kirchenstück (damals noch »Kirchenbuckel« genannt) mit einem Besteuerungsfaktor von 100 zum Maß aller Dinge. Der Steuersatz fürs Kirchenstück lag gut anderthalbmal so hoch wie bei der zweitbesten Pfälzer Lage, dem direkt angrenzenden Jesuitengarten – und drei- bis viermal so hoch wie bei einem Durchschnittsweinberg.

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