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Erinnerungen grenzen manchmal an das Unvorstellbare: Martin bereiste als vierzehnjähriger Schüler den hohen Norden Europas. Doch inmitten der berühmten Landschaften war es beinahe unmöglich, Wirtshäuser zu finden. Wenn es ausnahmsweise gelang, war das Essen eh essbar. Es ist also gar nicht so lange her, dass Skandinavien auf der kulinarischen Landkarte nicht ganz so kräftig punktete. Höhenflüge am Teller, derentwegen heute Foodies aus aller Welt in den hohen Norden pilgern, waren selten. Es gab gebratene Lachsfilets mit Kartoffelpüree, Hering in drei verschiedenen, essigsauren Ausführungen und Krabbenbrötchen. Eh nicht schlecht, aber tendenziell eintönig. Alkohol (für den Vater) war sündhaft teuer und schwer zu bekommen. Okay, beschwingende Getränke sind immer noch ziemlich kostspielig, aber das Essen wurde innerhalb weniger Jahre gewaltig gut.
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