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»Still oder prickelnd?« Diese Frage zieht uns regelmäßig den Nerv, mehr noch, sie deprimiert uns regelrecht! Warum will man uns im punkto Leitungswasserqualität nahezu flächendeckend paradiesischen deutschsprachigen Raum partout Flaschenwasser aufschwatzen? In allen drei Ländern bietet die Wasserleitung für gewöhnlich allerhöchste Qualität. Selbst in den Großstädten fließt beste Ware aus dem Hahn. Das Wiener Hochquellwasser ist legendär gut. Das ist ein unfassbarer Luxus und – wie wir selbst erfahren mussten – ziemlich einzigartig. In London atmeten wir mit jedem Glas Leitungswasser starken Chlorgeruch ein – angeblich wird in Großbritanniens Hauptstadt jeder Schluck Wasser sieben Mal getrunken. Dazwischen findet eine Aufbereitung statt, die merkbare olfaktorische und vielleicht auch unbemerkt weitere Spuren hinterlässt. In Tokio trugen wir ein Jahr lang jeden Tag zwei bis drei Liter Wasser aus dem Architekturbüro, in dem wir arbeiteten, nach Hause. Denn dort gab es einen Wasserfilter, der zumindest klinische Gerüche aus dem Leitungswasser entfernte.
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