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Große Hitze und ein sehr früher Erntebeginn waren die signifikanten Merkmale des aktuellen Weinjahrgangs in Österreich, von dem man im Durchschnitt Weine mit gehobenen Alkoholwerten und niedrigeren Säurewerten erwarten darf. Da heuer Spätfrost ausblieb, praktisch kaum Pilzkrankheiten auftraten und die Hagelereignisse nur punktuell für Ausfälle verantwortlich waren, rechnet man mit einer Gesamterntemenge von 2,6 Millionen Hektoliter – also rund 15 Prozent über einer Durchschnittsernte. Das regional beste Ergebnis kann dieses Mal die Steiermark verzeichnen, wo sich zudem exquisite Qualitäten abzeichnen. Lassen wir aber zunächst das vergangene Weinjahr nochmal kurz Revue passieren, bevor wir uns ansehen, was man aus den verschiedenen Weinregionen des Landes erwarten darf. Im Jahr 2018 setzte der Austrieb etwas später an – ein wichtiger Grund, warum anders als in den beiden letzten Jahren die gefürchteten Spätfröste keinen Schaden anrichten konnten. Unmittelbar nach dem Austrieb schnellten die Temperaturen nach oben, und die ersten Hitzewellen im April und Mai führten zu einer der frühesten Rebblüten, seit es Aufzeichnungen gibt. So war die Blüte, die recht regelmäßig verlief, noch im Mai abgeschlossen, was den Grundstein zum enormen Vegetationsvorsprung von zwei bis drei Wochen im Vergleich zu einem Normaljahr legte. Nach einigen Niederschlägen startete der Weinbau in weiterer Folge in einen heißen und trockenen Sommer. Trockenheit und lange Hitzeperioden weit jenseits der 30-Grad-Celsius-Marke brachten vor allem Weingärten auf seichtgründigen Böden und Junganlagen an ihre Belastungsgrenzen. Wo Bewässerungsanlagen vorhanden waren, kamen diese alsbald zum Einsatz, die Winzer ergriffen alle technisch möglichen Maßnahmen, um dem Trockenstress entgegenzuwirken. In manchen Junganlagen war es sogar nötig, einen Teil der Trauben weit vor der Reife zu entfernen, um die Rebstöcke zu entlasten.
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