Ein gemischtes Interieur gibt den Räumen das einzigartige Ambiente.

Jeff Maisel: Aus Liebe zum Bier

Johanna Warham, Alexandra Gorsche, 18.02.2019

Jeff Maisel ist einer der bekanntesten Weißbierbrauer in Bayern. PROFI verrät er, was man tun muss, um eine Brauerei überlebensfähig zu gestalten.

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Als Inhaber der Brauerei Gebr. Maisel in Bayreuth lenkt Jeff Maisel die Geschicke des Familienunternehmens nunmehr in vierter Generation. 2016 erfüllte er sich mit dem »Liebesbier« ein Herzensprojekt: ein modernes, zukunftsorientiertes Gastronomiekonzept im ältesten Gebäude der 1887 gegründeten Brauerei, mit dem Fokus auf Bier und Handwerk. Von der Idee bis zur Eröffnung vergingen gut drei Jahre. Die alten Gemäuer beherbergen nun »Maisel’s« Brauereimuseum, das Restaurant »Liebesbier« und die Brauwerkstatt »Maisel & Friends« als neue Kreativbrauerei des Familienbetriebes. PROFI: Welche Kompetenz bringt ein diplomierter Brauer für ein derartiges Großkonzept mit? Jeff Maisel: Ehrlich gesagt, nicht so viel. Aber wir haben für unsere Brauerei eine Zukunftsvision, und diese besagt, dass Bayreuth die Heimat erlebbarer, handwerklicher Braukultur sein soll. Die Ideen hatte ich, aber mir fehlte die gastronomische Erfahrung. Ich allein wäre ausschließlich Bierbrauer geblieben. Doch mein Partner Thomas Wenk teilte meine Visionen und brachte die unverzichtbare Gastro-Kompetenz in das Projekt ein. Wer bestärkt Sie in Ihrer Vision? Thomas Wenk sprach mit Architekten und holte sich Input von »Leaders Club« Deutschland. Wir merkten jedoch schnell, dass wir uns die Kompetenzen, die wir selbst nicht hatten, unbedingt holen mussten. Wer meint, er könne alles selber, irrt sich gewaltig.

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