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Der geografische Laie kennt Klosterneuburg vor allem für das Stift. Es wurde im Jahre 1114 vom Babenberger Markgraf Leopold III. gegründet und hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem religiösen, wissenschaftlichen und kulturellen Zentrum entwickelt. Für historisch Interessierte sorgen daher die zahlreichen Veranstaltungen für einen gut gefüllten Kalender. So findet im Stift etwa vom 9. März bis 17. November die Jahresausstellung »Des Kaisers neuer Heiliger« statt. Am Wochenende um den 18. und 19. Mai 2019 lädt dann das Mittelalterfest zu einer kleinen Zeitreise ein – künstlerische Darbietungen, Feuershow und Schauschmieden inklusive. Das Stift stellt außerdem das älteste Weingut Österreichs dar. Der Weinbau profitiert dabei seit über 900 Jahren von besonders günstigen Lagen, die sich von Klosterneuburg über Wien bis nach Tattendorf in der Thermenregion, welche im Süden die Tourismusregion Wienerwald abschließt, erstrecken. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass die kultivierten Rebsorten unter den jeweils besten Bedingungen gedeihen können. Zu den Lagenweinen zählen etwa der Grüne Veltliner und der Weißburgunder sowie Rotweinsorten wie Pinot Noir und St. Laurent. Historisch geht es auch unter der Erde weiter: Das vierstöckige Kellergewölbe reicht bis in eine Tiefe von satten 36 Metern unter dem Stiftsplatz. Kombiniert mit modernster Technik, wird der vergorene Traubensaft hier zur sortentypischen Perfektion gekeltert.
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