Im Bundesstaat Washington kommt das Klima gerade der Sorte Syrah entgegen. Die Weine glänzen mehr durch Eleganz und Finesse als durch Wucht und Würze.

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Es war 1996, als der Franzose Christophe Baron im Süd­osten des US-Bundesstaates Washington an einem südlich der Stadt Walla Walla gelegenen Kirschgarten vorbeifuhr. Der junge, in der Champagne aufgewachsene Winzer war auf der Suche nach neuen Regionen für Weinbau. Obwohl es an den Hängen rund um die Stadt einige Weingärten gab, war Walla Walla damals eher für seine Zwiebeln als seine Weine bekannt. Baron bemerkte rasch, dass der Boden unter den Bäumen kartoffelgroße Kieselsteine aufwies, die ihn sofort an die »galets rouges«, die berühmten roten Steine von Châteauneuf-du-Pape, erinnerten. Diese großen Basaltsteine waren durch die von den nahen Blue Mountains herabströmenden Flüsse abgelagert worden. Christophe Baron war sich sicher, dass dieser raue, steinige Boden einzigartige Weine hervorbringen würde. So kaufte er 1997 dort Land und pflanzte seine ersten Syrah-Reben. Inzwischen kultiviert er eine Reihe von Weingärten in der Region, in denen er vorwiegend Rhône-Rebsorten zieht, aber auch Cabernet Sauvignon und Tempranillo. Seine Weine – hoch angesehen und für gewöhnlich sofort ausverkauft – werden unter dem Namen Cayuse abgefüllt.

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