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Eigentlich wollte Heinrich Unger Einlegegurken ziehen, als er 1985 in die Niederlande fuhr und sich nach geeigneten Züchtungen umsah. Doch dann lernte er einen holländischen Gemüsebauern kennen, der ihm die »Königin des Gemüses« näherbrachte. Dass Unger seine Landwirtschaft im Marchfeld hat, begünstigte seinen Entschluss, sich gegen Gurken und für die edlen Stangen in Grün und Weiß zu entscheiden. Bei über 2200 Sonnenstunden pro Jahr und den lockeren Au- und Schwemmlandböden findet Spargel die idealen Bedingungen, um sich in seiner ganzen Pracht zu entfalten. »Seit 1996 ist der ›Marchfelder Spargel‹ wie etwa das ›steirische Kürbiskernöl‹ oder die ›Wachauer Marille‹ sogar innerhalb der EU als Ursprungsbezeichnung anerkannt«, erzählt Markus Brandenstein, Bio-Spargel-Bauer aus Marchegg. Dabei ist das Marchfeld nicht der einzige Landstrich Österreichs, der für das Stangengemüse geeignet ist. Auch im niederösterreichischen Tullnerfeld, im oberösterreichischen Eferding, in Kärnten, der Steiermark, Salzburg und selbst in Vorarlberg gedeiht Spargel.
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