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Mit High-Tech DNA Analysen lüften Ampelografen die letzten Geheimnisse der Rebsorten-Verwandtschaften. Jahrhundertelang war die Mutterrebe des Merlot unbekannt und Anlass für viele Spekulationen, doch jetzt konnte sie zweifelsfrei identifiziert werden: Wie Eckhard Supp auf seiner Website »enobooks« berichtet, heißt sie Magdeleine noire des Charentes und ist nur noch in geringen Beständen in den Weinbergen nördlich von Bordeaux vorhanden. Ob diese Rebsorte nach dem Bekanntwerden des unmittelbaren Verwandtschaftsgrades mit der weltweit erfolgreichen Sorte Merlot verstärkt kultiviert wird, ist noch nicht bekannt. Wissenschafter werden jedenfalls Mama Magdeleine jetzt genauer unter die Lupe nehmen. Mit der Treue dürfte sie es jedenfalls nicht so genau genommen haben, denn neben der bisher schon bekannten Vaterrebe des Merlot, dem Cabernet franc, dürfte sie sich auch mit anderen Reben eingelassen haben. Magdeleine noire des Charentes ist auch Genlieferantin bzw. Elternsorte weiterer Varietäten des französischen Südwestens.
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