»Pasta alla Norma« und die »Risottisten«: Wie Opern auf dem Teller landeten

Christoph Schwarz, 24.02.2025

Die Oper und die Kulinarik verbindet eine lange gemeinsame Geschichte: So mancher Komponist war nicht nur begnadeter Gourmet, sondern auch ein großer Koch: Was steckt hinter Verdi und den »Risottisten«? Warum nannte Rossini seine Rinderfilets »Tournedos« und komponierte ein »Austernlied«? Wie kam die »Pasta alla Norma« zu ihrem Namen – und was hat es mit »Pfirsich Melba« auf sich?

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Die Mailänder Opernsaison des Jahres 1822 verlief, wenn man den Kritikern der damaligen Presse Glauben schenkt, alles andere als erfreulich. Nicht nur Rossinis »Matilde di Shabran« floppte, sondern auch Saverio Mercadantes »Adele ed Emerico«. Dass der Komponist vom frenetisch klatschenden Publikum dennoch dreimal vor den Vorhang geholt wurde, soll einen ganz besonderen Grund gehabt haben, den die »Allgemeine Musikalische Zeitung« in ihrem Bericht aufdeckte: Dass Mercadante zu so ungerechtfertigtem Applaus kam, sei nur »seinen zahlreichen Freunden und den Risottisten« geschuldet.

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