Schnecken sind sehr genügsam.

Schnecken auf der Überholspur

Alexandra Gorsche, 09.08.2018

Die in Vergessenheit geratene Gourmetspeise ist wieder im Kommen, denn die Weichtiere sind eine interessante Alternative zu herkömmlichen Fleischprodukten.

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Schon lange machen sich Wissenschaftler Gedanken darüber, wie bald acht Milliarden Menschen auf der Welt satt werden. 70 Prozent aller Agrarflächen weltweit werden für Viehzucht beziehungsweise für den Anbau für Futtermittel genützt. Für die Alternative Schnecken gibt es gute Argumente: Sie sind genügsam, brauchen wenig Ressourcen und sind im Vergleich zu anderen Fleischsorten sogar gesund. Dabei war gerade Wien um 1900 die Schneckenhochburg Europas schlechthin. Die Auster des kleinen Mannes, wie der proteinhaltige Kaltblüter genannt wurde, war als Fastenspeise sehr begehrt. Schließlich sei die Schnecke weder Fisch noch Fleisch. So hieß es damals. Dass die Schnecke von den Menükarten verschwand, ist bedauerlich, insbesonde aufgrund des Umstands, dass Schnecken das für den Menschen wichtige Schilddrüsenhormon T5 besitzen, von dem wir heute viel zu wenig zu uns nehmen.

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