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Der Audi Quattro des Tourismusdirektors Stefan Passrugger schraubt sich immer höher: Die steile Gebirgsstraße führt über die Almen und Hänge, die ich nur schneebedeckt vom Skifahren im Winter kenne. Nun ist es Sommer, aber der Boden ist nass, und wir haben uns einen windigen Tag ausgesucht. Auf dem Grießenkareck, dem Gipfel, auf dem sich die Skigebiete von Flachau und Wagrain begegnen, kommen wir an der Kogelalm zum Stehen. Die an Skitagen so belebte Hütte ist heute leer, wir haben den höchsten Punkt unserer Erkundungstour erreicht, auf der wir nach Spielstätten für das »Stille Nacht«-Theaterstück suchen, mit dem wir auf den Spuren von Joseph Mohr in Wagrain wandeln wollen. Marionetten und Menschen sollen einander in diesem Theatertraum begegnen, in dem sich Joseph Mohr an sein Leben erinnert. Heute ist er für das weltberühmte Lied »Stille Nacht« bekannt, zu Lebzeiten wäre ihm nie eingefallen, dass es ihn berühmt machen würde. Vom Gipfel hat man einen herrlichen Blick ins Kleinarltal, das, wie so viele Orte im Salzburger Land, eine Heimat dieses begabten Priesters geworden ist. Man bekommt eine Idee von der Einsamkeit der schneereichen Winter und dem Hunger, der in den Jahren 1816 bis 1818 im Salzburger Land herrschte, von den Entbehrungen, die das Leben mit sich brachte. Die Kogelalm ist eine Spielmöglichkeit für die Uraufführung. Fündig werden wir in der Halbhöhenlage in Wagrain, auf dem Kirchboden. Hier wirkte Joseph Mohr, die Schule ist nach ihm benannt, und genau in diesem Spannungsfeld von Musik und Bildung soll das Theaterstück spielen: als eine offen erzählte Theatervorstellung mit Marionetten und Menschen.
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