U(h)r-Element Wasser

Alexander Linz, 22.08.2018

Es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Erst langsam näherten sich Uhren und Wasser aneinander an. Auch heute noch gilt es ein paar wichtige Dinge zu beachten, wenn Uhren ins Nasse sollen.

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Bereits lange bevor die Armbanduhr begann, die Taschenuhr zu verdrängen, galt es, die immer aufwendiger gefertigten und somit komplexeren Uhrwerke vor Feuchtigkeit, Schmutz und Staub zu schützen. Da Taschenuhren nicht am Körper getragen wurden, war ein wasserdichtes Gehäuse noch nicht zwingend notwendig. Zunehmend bessere Fertigungsmethoden und damit einhergehend kleinere Toleranzen gewährleisteten den gewünschten Schutz vor dem Feind von außen. Als die Armbanduhr in den 1930er-Jahren langsam begann, den freien Platz am Handgelenk zu erobern, stellte sich die Frage nach Wasserdichtigkeit indes sehr schnell und vor allem nachhaltig. Rolex war der Pionier, als es darum ging, das erste zuverlässig wasserdichte Gehäuse zu entwickeln. Rolex-Gründer Hans Wilsdorf schwor damals seine Techniker ein: »Wir müssen ein hermetisch schließendes Gehäuse konstruieren, um unsere Präzisionswerke dauernd vor den Gefahren der Zerstörung durch Staub, Schweiß, Wasser, Hitze und Kälte zu schützen. Erst dann ist die vollkommene Präzision der Rolex-Uhr gesichert.« Mit der Präsentation der »Oyster« gelang Rolex der große Coup, und Wilsdorf lag nicht ganz falsch, als er daraufhin formulierte: »Ich prophezeie, dass die ›Oyster‹ mehr als alles, was bisher unternommen wurde, dazu beitragen wird, dass immer mehr Männer Armbanduhren tragen werden.« Der Name »Oyster« für seine neue Uhr war weise gewählt: »Die Auster ist eine mustergültige Hüterin ihres Hauses. Sie lebt im Wasser und lässt keinen Schmutz eindringen, beschützt so ihr wertvolles Inneres. Wir haben ihre Eigenschaften und auch ihren Namen übernommen.«

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