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»Gin ist eine Spirituose mit Wacholdergeschmack, die durch Aromatisieren von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs […] mit Wacholderbeeren (juniperus communis) gewonnen wird«. So definiert es die EU-Spirituosenverordnung – und sofort wird jeder Botaniker den Rotstift zücken. Denn was von Gesetzes wegen als »Beere« bezeichnet wird, sind in Wahrheit die Zapfen des Wacholders. »Scheinbeere« wäre daher richtig, wenn es um das aromatische Zypressen-Gewächs geht. Das müssen Gin-Freunde zwar nicht wissen – dass der Wacholder eine Pflanze der Superlative darstellt, gibt aber allemal Smalltalk an der Bar her.
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