Wien Stammersdorf, in den Falkenbergen

Weinjahrgang 2018: hohe Reife, gute Menge

Bernhard Degen, 05.11.2018

Der neue Jahrgang wird uns nicht nur wegen der frühesten Ernte aller Zeiten in Erinnerung bleiben, die Winzer freuen sich über viel Ertrag und gute Qualität.

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Es war ein langer, kalter Winter, der einen späten Austrieb der Reben zur Folge hatte. Bis Anfang April waren noch alle Skigebiete in Betrieb, doch dann explodierte die Natur regelrecht. Der zweitwärmste Frühling seit 1767 brachte dann ein deutliches Aufholen der Vegetation und mancherorts wurde noch wegen Spätfrost gezittert, Schäden blieben dieses Jahr aber glücklicherweise aus. Eine der frühesten jemals verzeichneten Rebblüten war in den meisten Weinbaugebieten bereits Ende Mai abgeschlossen. Dieser Vegetationsvorsprung blieb auch über den heißen Sommer erhalten. Nach frühen Jubelmeldungen über einen sensationellen Jahrgang kam Ende August mehr Regen als den Winzern lieb war und führte beim vollreifen Traubenmaterial zu Fäulnisproblemen. Ein milder, sonniger und meist trockener September läutete das Ende der Lese ein, die Anfang Oktober so gut wie überall abgeschlossen war. Die Erntemenge liegt nach Schätzungen der Statistik Austria bei satten 3,2 Millionen Hektolitern. Damit können nach dem Spätfrost-Katastrophen-Jahrgang 2016 mit nur rund zwei Millionen Hektolitern die Lager wieder gut gefüllt werden (2017 waren es rund 2,6 Millionen Hektoliter). Insgesamt wir die Qualität sehr positiv bewertet, alle Trauben konnten volle Reife erreichen, als Manko werden niedrige Säurewerte gesehen. Lesen Sie hier, wer mehr als zufrieden sein kann und wer mit dem Schicksal doch ein wenig hadern darf.

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