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An einem windigen Tag im Oktober steht die amerikanische Vizepräsidentin Kamala Harris am Ufer des Lake Mead, einem Stausee in den USA nahe Las Vegas. Das Reservoir speist den Süden Kaliforniens mit Trinkwasser, 25 Millionen Menschen in der Region sind davon abhängig. Doch der See hinter Harris, die für ein Infrastruktur-Projekt der Regierung wirbt, erinnert eher an eine Pfütze: Wegen andauernder Trockenheit ist der Pegel so niedrig wie noch nie. In Kalifornien hat es in den vergangenen zwölf Monaten so wenig geregnet wie zuletzt vor einem Jahrhundert. Im Oktober rief der Bundesstaat deshalb den Notstand aus, nachdem die Bevölkerung im Sommer aufgefordert wurde, 15 Prozent weniger Wasser zu verbrauchen – jedoch vergeblich. Unter Gouverneur Arnold Schwarzenegger einst als Klima-Vorzeigeregion zu Ruhm gelangt, steht Kalifornien nun stellvertretend für das Ringen um eine immer knapper werdende Ressource: das Wasser.
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