Pflanzen in der Stadt: Wie hier in London kühlen sie nicht nur die Gebäude, sondern sorgen für gute Luft.

Wie schön sollen unsere Städte künftig aussehen?

Davinia Stimson, 16.01.2022

Gescheiter sollen Städte in Zukunft werden, vernetzt und digitalisiert – von Ästhetik ist selten die Rede. Wie schön sollen unsere Städte sein und was können wir besser machen?

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Sechs Türme ragen im Süden Wiens 85 Meter hoch in den Himmel. Ein bisschen verloren thronen die Bauten des Wohn- und Kaufparks Alterlaa über dem restlichen Bezirk, fast schon grotesk in ihrer Überdimension. Sie sind ein gutes Fotomotiv, stellen aber Generationen nachfolgender Architektinnen und Architekten, Stadtplanerinnen und Stadtplaner vor ein Rätsel. Der Wiener Architekt Harry Glück hat die Wohntürme vor fast fünfzig Jahren entworfen. Seit der Fertigstellung 1985 leben um die 10.000 Menschen in den etwa 3.200 Wohnungen, die man heute wohl nicht mehr so bauen würde. Zu viele Menschen, zu viele Wohnungen auf zu wenig Platz, lautete lange die Kritik von außen. Fensterlose Gänge führen zu den Wohneinheiten, der zugehörige Kaufpark liegt teils unterirdisch und die berüchtigten Hochhaus-Fallwinde führen zu höheren Schadstoffemmissionen. Dennoch brechen die Türme in Umfragen zur Wohnzufriedenheit immer wieder Rekorde. Die Menschen leben gerne in der Satellitenstadt, klassische Ästhetik hin oder her.

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