Die begehrte Käsekaiser-Statuette

Wir sind (Käse-)Kaiser

Bernhard Degen, Manfred Gram, 25.11.2016

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die österreichische Käsewelt sehr stark verändert. Wegbereiter des Käsewunders erinnern sich zum 20-Jahre-Jubiläum des Käsekaisers.

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Plant man für die Zukunft, ist es mitunter kein Fehler, wenn man davor einen Blick in die Vergangenheit und auf die eigene Geschichte wirft. Klopfen Jubiläen an die Tür, drängt sich so ein Vorgehen förmlich auf. Der Käsekaiser feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Und ja, es ist nicht hoch genug einzuschätzen, was dieser jährlich stattfindende Wettbewerb für die heimische Gourmetwelt getan hat. Die allererste Käsekaiser-Gala, die 1996 im Palais Ferstel in der Wiener Innenstadt über die Bühne ging, kann man heute, zwei Jahrzehnte später, durchaus als Meilenstein bezeichnen. Erstmals wurde das Thema Käse in der Öffentlichkeit glamourös behandelt und dem uralten und traditionsreichen Lebensmittel eine Bühne geschaffen. Die Wertigkeit von ehrlich und sauber produziertem Käse in den Fokus zu rücken war das erklärte Ziel – die Qualität, Kreativität und Vielfalt der heimischen Käsekultur sollte gehoben und somit auch der Absatz gesteigert werden. Trivia am Rande: Ursprünglich sollte diese Initiative »Käse-Oscar« genannt werden, aber nach einer Warnung von Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam, der damals mit seiner Agentur ­»Publico« das Vorhaben betreute, befürchtete man lizenzrechtliche Probleme und erfand schließlich mit »Käsekaiser« einen Namen, der viel besser passt und die österreichische Tradition zitiert.

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