Lässt sich also Fleisch noch mit gutem Gewissen genießen? Wir sagen Ja!

Wissenschaft: Tierisch gut?

Marlies Gruber, 03.04.2020

Fleisch gerät zunehmend in Verruf. Ein hoher Konsum wird als Gesundheitsrisiko diskutiert, und immer häufiger erhält alles vom Tier den Stempel »Klimakiller«.

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In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Erdbevölkerung verdoppelt, die globale Fleischproduktion ver­dreifacht, die weltweite Wirtschaft vervierfacht und der Handel sogar verzehnfacht. Ohne Frage ging damit eine massive Zunahme der CO2-Emissionen einher, die für die Erderhitzung verantwortlich gemacht werden. Ein Hauptaugenmerk der Maßnahmen gegen den Klimawandel liegt also auf der Reduktion der CO2-Last. Dabei wird immer wieder die Landwirtschaft genannt. Auf sie entfallen weltweit gesehen rund 30 Prozent aller Treibhausgasemissionen (THG). Dabei handelt es sich freilich nur um einen Durchschnittswert. In Industrie­nationen ist der Anteil naturgemäß niedriger, während in kaum industrialisierten Gebieten die Landwirtschaft den Hauptemittenten ausmacht. Für Österreich und Deutschland bezifferte das jeweilige Umweltbundesamt 2018 die Emissionsanteile der Landwirtschaft mit zehn bzw. acht Prozent. Davon entstehen 43 Prozent durch die Fleischproduktion und weitere 20 Prozent durch die Herstellung von Milch und Milchprodukten.

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