Laut einem Bericht der Welternährungsorganisation sind etwa 34 Prozent der weltweiten Fischbestände überfischt. Das heißt, es werden den Gewässern weit mehr Tiere entnommen, als nachwachsen können.

Aquakultur: Fluch oder Segen?

Philipp Laage, 04.07.2023

Auch wenn man es nicht gerne hört: Nur mehr ein Bruchteil der Süßwasserfische, die auf unserem Teller landen, kommt aus Wildfang, das meiste stammt aus Zuchtbetrieben. Dass die Mehrheit der Konsumenten 08/15-Meeresfischen den Vorzug gibt, macht die Situation – auch ökologisch – nicht einfacher.

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Der Karpfen ist ein genügsamer Fisch. Der Allesfresser liefert tierisches Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren und ist dabei relativ fettarm. Andersherum begnügt er sich mit Futter aus Begleitprodukten der Landwirtschaft. Damit eignet sich der Fisch bestens für die heimische Zucht mit geringem ökologischem Fußabdruck. Karpfen ist gesund und nachhaltig. Aber: »Er hat bei uns ein Imageproblem, er gilt als modrig«, sagt Fabian Schäfer vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin. »Außerdem werden viele Konsumenten von den Gräten abgeschreckt.«

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