Mit ihrer pinken Haarpracht sticht Cristina Bowerman aus der italienischen Köcheschar hervor. Ungleich schlichter wirkt ihr Restaurant »Glass Hostaria«, das in neutralen Farben gehalten ist.

Avantgarde der Kulinarik: Cristina Bowerman, die Quereinsteigerin

Lisa Arnold, 22.06.2023

Die Italienerin Cristina Bowerman hat das Kochen erst mit Mitte dreißig für sich entdeckt. Seitdem sind zwei Jahrzehnte vergangen, in denen sie zur Spitzenköchin mit Michelin-Stern avanciert ist. Ihre schillernde Persönlichkeit und die Prominenz in der Gourmetwelt nutzt sie für vielseitiges soziales Engagement.

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Es ist eigentlich paradox: In einem Land wie Italien, das für seine Küche und seine engagierten, fleißig kochenden Mütter bekannt ist, sind fast keine Frauen in den Führungspositionen der Spitzen­restaurants zu finden. Eine Ausnahme ist Cristina Bowerman: eine von insgesamt fünf besternten Küchenchefinnen im ganzen Land – und die einzige in Rom. Übrigens: In Österreich gibt es derzeit gar keine weibliche Köchin mit Sternen; bisher hat es Johanna Maier als einzige geschafft. Viel weiter vorne liegt da Frankreich mit aktuell 31 besternten Damen. Weltweit sind nur etwa fünf Prozent der Spitzenrestaurants in der Hand von Frauen.

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