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Die Frage, ob Er ein Schuft oder Sie ein Luder war, wurde im Prinzip schon vor über 500 Jahren beantwortet: Ja, Georg Emmerich, hauptberuflich Sohn eines reichen Kaufmanns, hatte nicht nur die hübsche Nachbarstochter Benigna Horschel geschwängert – nein, er hat sie dann auch nicht geheiratet. Obwohl auch sie einen wohlhabenden Tuchmacher (und Ratsherrn) zum Vater hatte – wer am Görlitzer Untermarkt wohnte, gehörte eben zu den Wohlhabenden der Stadt. Aber nach einer Pilgerreise nach Jerusalem mit Absolution und dem Nachbau des Heiligen Grabes in Görlitz als Mitbringsel wurde Georg Emmerich später dann selbst ehrbarer Kaufmann und mehrfach Bürgermeister von Görlitz.
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