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Cognac hat – ob zu Recht oder zu Unrecht – ein etwas altbackenes Image. Vor dem geistigen Auge findet sich meist ein Kamin mit lodernden Flammen, vor dem sich einige ältere Herren auf bequemen Ledersesseln niedergelassen haben, um bei einem Glas Cognac und einer Zigarre über den Sinn des Lebens zu philosophieren. Man denkt bei Cognac auch nicht sofort an Cocktails. Und doch gehört auch Weinbrand als Basisspirituose neben Whisky, Rum, Tequila, Gin und Wodka fix zur Cocktailkultur. Zwar findet sich in Bars immer die eine oder andere Abfüllung eines Cognac-Hauses, allerdings oft wenig beachtet oder leicht angestaubt im Backboard, wo die schönen Karaffen eher dem optischen Aufputz dienen. »Dabei gibt es Cognac im Cocktail schon seit ewigen Zeiten«, sagt etwa Reinhard Pohorec, der wohl aktivste Cognac Educator, der international schon Hunderte Professionisten und Privatinteressierte in die Geheimnisse dieser Spirituose eingeführt hat: »Neu ist aber, dass Cognac langsam wieder die Aufmerksamkeit von Barkeepern bekommt, die er verdient. Wo sonst findet man in den verschiedenen Stilen einzelner Hersteller eine solche Breite an Möglichkeiten?« Als Trendspirituose wird Cognac noch nicht gesehen, aber immer mehr Barkeeper haben für kreative Cocktailvariationen nicht mehr hauptsächlich Whisky und Rum im Fokus, sondern auch immer öfter Cognac.
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