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Die Landkarte Österreichs gleicht einem Croissant und das vibrierende Plunderherz im Osten teilt sich in viele Bezirke. Den Wiener:innen steht der Sinn nach flaumiger Vielschichtigkeit in durchfetteten Papiersackerln. Dass sie es mit dem neuen Frühstücksverhalten sehr ernst meinen, lässt sich an den neuen Hotspots der Stadt erkennen: Handwerksbäckereien, Pop-Ups und Coffee-Shops mit Croissant-Schwerpunkt haben den Sprung über den Gürtel geschafft. Bislang wurde in den schicken Ecken der Innenstadt und Bohemien-Meilen in Wieden und Neubau der Teig touriert und nach ausgesuchten Rezepturen bearbeitet, doch die große Nachfrage macht sich auch in den Außenbezirken bemerkbar. Dieser Trend geht Hand in Hand mit zwei internationalen Bewegungen: der erstarkten artisanalen Bäcker-Szene und der Popularität von Third-Wave Coffee-Bars, die ihrer jungen Kundschaft fotogenes Plundergebäck zum Flat White servieren. Croissant-Spezialitäten wie das Pistazien-Croissant oder aufsehenerregende Hybride wie der »Cronut« oder zuletzt das »Crookie« verbreiten sich schnell via Instagram und TikTok und inspirieren experimentiertfreudige Patissiers, die auf lange Schlangen vor ihren Shops hoffen.
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