Auf den Berghängen des Douros und seiner Nebenflüsse wachsen auf verwittertem Granit die Trauben für den Portwein.

Das kleine Portwein-Lexikon

Peter Moser, 21.12.2022

Der Port ist eine komplexe Materie. Es handelt sich bei diesen köstlichen Produkten nicht um Wein, sondern um Likörwein, da während der Produktion Branntwein im Verhältnis von rund 1:4 dem Most zugesetzt wird, damit der restliche Zucker im Endprodukt verbleibt. Die Bandbreite und Güte dieser Dessertweine ist groß, und das spiegelt sich auch in den Preisen wider.

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Der relativ junge Portwein, genannt »Ruby«, zeigt eine dunkle rubinrote Farbe, die sich mit zunehmender Alterung Schritt für Schritt in eine Bernsteinfarbe, die im englischen »Tawny« (die Farbe der Löwenmähne) heißt, verändert. Die Tawnys und gereiften Tawnys sind aromatischer, delikater und leichter im Stil als Rubys, was sie der längeren Verweildauer im Holzfass verdanken. Die klassische Einheit für ein Reifefass ist 630 Liter, für eine Pipa sind es 550 Liter. Hier kommt ein in jeder Hinsicht elementarer Unterschied zum Vorschein. Tawnys reifen je nach Qualität für einen sehr langen Zeitraum im Holz, während der Ruby in seiner besten Form als Vintage Port sehr früh auf die Flasche kommt und dort in ganz anderer, nämlich reduktiver Weise heranreift.

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