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Emmentaler Käse ist nach seinem Herkunftsort benannt, dem Tal des Flusses Emme im Kanton Bern. In dieser malerischen Hügellandschaft wird seit Jahrhunderten Käse hergestellt. Erstmals schriftlich erwähnt wurde ein »schöner Emmenthaler Käs« im Jahr 1557: Ein Berner Ratsherr überreichte diesen einem Basler Arzt als Hochzeitsgeschenk. Wie die meisten Schweizer Käse zu der Zeit wurde wohl auch dieses Hochzeitsgeschenk auf einer Alp hergestellt. Dort fanden die Kühe Gras im Überfluss, wohlgenährt gaben sie viel Milch, welche als Käse für den Winter haltbar gemacht wurde. Und das Emmental hatte einen Standortvorteil: Da die Alpen hier weniger hoch gelegen waren als in anderen Regionen, war die Sommersaison länger. So konnten mehr Kühe länger gefüttert werden, wodurch mehr Milch vorhanden war – und folgerichtig auch mehr Käse. Zudem war das Emmental gut an internationale Handelsrouten angebunden. Bereits in der frühen Neuzeit wurde ein großer Teil des Emmentaler Käses ins Ausland gebracht. Damals bezeichnete der Name allerdings nur seine Herkunft, den heutigen »Emmentaler« gab es noch nicht, da die Laibe je nach Käser und zur Verfügung stehender Milchmenge unterschiedlich waren. Für viele der »Küher« genannten Emmentaler Bergbauern waren Herstellung und Verkauf von Alpkäse jedenfalls ein gutes Geschäft.
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