Sonne, Strand und Piña Colada: so sah er lange aus, der Traum vom karibischen Glück. Doch manche Stars fallen tief, so auch dieser Klassiker, der sich erst auf seine Wurzeln besinnen musste, um wiedergeboren zu werden.

Der karibische Sündenfall: die Geschichte der Piña Colada

Alexander Thürer, 28.05.2025

Irgendwo zwischen tropischen Urlaubsträumen, überfüllten Kreuzfahrtschiffen und spießiger Gartenparty fristet ein einstiger Star des Cocktail-Olymps sein zwielichtiges Dasein: die Piña Colada. Doch in dem verkannten Mix aus Kokossirup, Ananas, Sahne und Rum steckt mehr, als man denkt.

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Sie ist der Inbegriff tropischer Sorglosigkeit und hat zugleich die Sexiness von Sonnenöl: die Piña Colada. Zweifelsfrei ist sie einer der bekanntesten Cocktails der Welt, doch über kaum einen Drink rümpfen viele Bartender und Gäste heute so die Nase wie über dieses Relikt aus den Cocktail-Dunkeljahren der quietschigen 80er. Viel zu süß, sahneschwer und dank mäßig guter Rum auch nicht sonderlich bekömmlich, haben sich die Genießer längst von ihm abgewandt. Lediglich der alte Song »Escape« von Rupert Holmes, in dem er »If you like Piña Coladas…«-singend eine Affäre sucht, mag dem ein oder anderen noch ein nostalgisches Zucken entlocken.

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