Lange wurden Indigene und ihr kulturelles Erbe unterdrückt. In den letzten Jahren gibt es viele Inititativen zur Stärkung ihrer Identität. Der zunehmende Einfluss indigener Küche auf die Gastronomie in Kanada ist ein sichtbares Zeichen dafür.

Die indigene Küche Kanadas

Angelika Ahrens, 15.10.2025

Von wildgefangenem Lachs bis zum Bannock-Brot – Inez Cook und Joseph Shawana erzählen die Geschichten ihrer Ahnen auf dem Teller. Tradition, Kultur und Nachhaltigkeit verschmelzen hier zu einem indigenen kulinarischen Erlebnis, das weit über den Geschmack hinausgeht.

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Wenn Inez Cook über ihren 24-Stunden-Schmorbraten spricht, leuchten ihre Augen. Die Sauce – tief, rauchig, Umami – sei so gut, sagt sie, »man könnte sie aus einem Weinglas trinken.« Auf der Karte ihres indigenen Restaurants »Salmon n’ Bannock« in Vancouver findet sich aber auch Lachs in all seinen Varianten: geräuchert, gegrillt, in Tacos oder in cremiger Suppe – immer wild gefangen, nie gezüchtet. Dazu serviert sie Bannock, das indigene Brot, mal klassisch, mal modern interpretiert. Doch wer glaubt, es gehe hier nur ums Essen, der irrt: Jede Zutat, jeder Biss trägt auch eine Geschichte – von Verlust, Entwurzelung und Rückgewinnung.

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