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Es gab Zeiten, da war Zucker eine unerschwingliche Rarität und darum konnte man sich den edelsüßen Wein mit Gold aufwiegen lassen. Auch wenn die Qualitäten der Süßweine aktuell – technisch betrachtet – so hoch sind wie nie zuvor, so hat die Begeisterung und Nachfrage beim Publikum von heute stark nachgelassen. Weltweit leiden die Produzenten, einmal abgesehen von einigen Ausnahmen, unter sinkender Nachfrage. Selbst Ikonen wie Château d’Yquem, Egon Müller vom Scharzhofberg an der Saar oder István Szepsy aus Mad in Ungarn tun sich schwer, gegen den önologischen Zeitgeist anzukämpfen. Ja, die Zeiten haben sich gewandelt, Weine mit größeren Mengen an Restzucker sind heute nicht mehr so en vogue wie vor gar nicht so langer Zeit.
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