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Es ist schon fast 15 Jahre her, da kamen die beiden Autoren Hugh Johnson und Jancis Robinson nach Deutschland, um die damals neueste Auflage ihres Weltatlas des Weins vorzustellen. In der Pressekonferenz wurde die Prominenz aus dem UK natürlich auch nach der Stellung Deutschlands im Konzert der Weinbaunationen gefragt. Doch wer nun eine anbiedernde Eloge auf den deutschen Wein erwartet hatte, sah sich getäuscht. Robinsons Stirn legte sich in Falten, und sie hob zu einer Klage darüber an, dass Deutschlands Winzer im Ausland viel zu wenig präsent seien. Es sei schon klar, dass deutscher Riesling zu den spannendsten Weinen weltweit gehöre. »But!«, und der Blick der Grande Dame funkelte mit bedrohlicher Strenge hinter ihren Brillengläsern hervor, »It cannot be that Erni Loosen is the only one to travel abroad.« Wumms, das saß. Dabei sprach Robinson den Namen »Loosen« so britisch aus, dass jedem klar werden musste, wie sehr dieser im englischen Sprachraum bereits zur Marke geworden war.
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