»Geh dorthin, wo der Pfeffer wächst!« Gemeint ist tatsächlich Indien, das – damals, als das Sprichwort entstand – quasi »am Ende der Welt« lag. Mehr als 75 Gewürze werden auf dem indischen Subkontinent angebaut. Sie bestimmen die indische Kulinarik maßgeblich, sind aber auch ein immenser Wirtschaftsfaktor.

Indische Gewürze: Wo der Pfeffer wächst

Christoph Schwarz, Hannah Speyer, 09.09.2024

Kein anderes Land kann mit der Gewürzvielfalt Indiens mithalten. In der Kulinarik spielen die Aromaträger eine bedeutende Rolle, die Ayurveda-Lehre macht sich seit Jahrtausenden ihre gesundheitsfördernde Wirkung zunutze. Gewürze sind für das Land aber nicht nur Segen, sondern auch Fluch: Der Pfeffer weckte einst die Begierde der europäischen Kolonialisten. Gewürze waren Ausgangspunkt für die erste Globalisierung des Handels. Zuletzt kämpfte die Industrie mit Qualitätsproblemen.

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Den populärsten Irrglauben, den wollen wir gleich aus­räumen: Curry, das vielseitige gelbe Pulver, ist kein Gewürz. Sondern schlicht eine Gewürzmischung. Für die Farbe sorgt Kurkuma, der Geschmack wird von Koriander, Kreuzkümmel und Bockshornklee bestimmt. Insgesamt enthält Currypulver, ganz abhängig von der Rezeptur, bis zu 13 Ingredienzien.

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