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Die Krux mit den guten Vorsätzen zum neuen Jahr kennt wohl jeder. Voller Enthusiasmus und mit dem ein oder anderen Gläschen im Kopf werden an Silvester die Pläne für das neue Jahr festgelegt: weniger schlemmen, mehr Sport, endlich mit dem Rauchen aufhören, endlich die Dinge erledigen, die schon viel zu lange auf der langen Bank versauern, kein Alkohol mehr… die Liste ist beliebig lang und höchst individuell. Erfahrungsgemäß überleben die meisten dieser guten Vorsätze aber kaum die erste Januarwoche, denn zu schnell hat einen der Alltag wieder. Das war aber irgendwie auch Teil des Rituals, es war quasi eingepreist und man hatte direkt ebenso unterhaltsamen wie selbstironischen Gesprächsstoff, wenn man sich am 3.1. schon wieder die erste Zigarette in den Mund geschoben hatte. Dieser verdammte Schweinehund eben. Aber ganz schleichend hat sich dieses erheiternde Belächeln der eigenen Unzulänglichkeit in ein nerviges »Sich-rechtfertigen-müssen« verwandelt. »Wie, du trinkst Alkohol? Was, du isst noch Fleisch? Weißt du nicht, wie ungesund das ist?«. Das drückt bei vielen gleich zu Beginn mächtig auf die Stimmung.
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