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Dass München die nördlichste Stadt Italiens sei, ist eine jener Floskeln, die man in der bayerischen Landeshauptstadt ebenso oft wie unbedacht bemüht. Meistens ist damit ein bürgerliches Dolce Vita gemeint, das sich zwischen Aperol Spritz und Maximilianstraße abspielt. Doch im Glockenbachviertel, genauer gesagt in den Räumen der ehemaligen Metzgerei Schlagbauer, wird dieses Klischee gerade auf eine sehr viel raue, ehrlichere Art und Weise dekonstruiert. Was Sommelier Raffaele Colonna mit dem »Casele« geschaffen hat, ist weniger ein klassisches Restaurant als vielmehr eine kulinarische Enklave, die den Geist Neapels mit der Design-Sensibilität des modernen Münchens kreuzt.
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