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100 Punkte für einen Rotwein aus dem Burgenland! Wer hätte das noch vor zwanzig Jahren für möglich gehalten? Gut, einmal abgesehen von nicht wenigen besonders motivierten Winzern. Aber genau diesen engagierten, vorwärtsgewandten Typus von Weinbauer braucht es für jede Form von Innovation. Und die hat es im Burgenland in gewissem Ausmaß immer gegeben. Drehen wir das Rad der Weinzeit zurück: in die Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Eine Zeit, wo nach der Energiekrise langsam so etwas wie eine Spitzengastronomie am heimischen Horizont auftaucht und erste Mutige den Blick nach Frankreich richten. Am Arlberg und in der Bundeshauptstadt ist es die führende Hotellerie, die in ihren Restaurants einer betuchten Klientel Weine aus Chablis, dem Burgund und dem Bordeaux aufwartet; in den westlichen Bundesländern regieren bis in die Gasthöfe – dank des Zollfreiabkommens mit Italien – der Südtiroler Rotwein und zunehmend auch Rotwein aus der Toskana und dem Piemont. Rotwein aus dem Burgenland ist erst ein zartes Pflänzchen, Weißwein dominiert neben süßen Weinen das Geschehen.
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