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Seit einiger Zeit spielt sich vor unserer Haustür ein Genozid ab. Tausende von Völkern werden vernichtet, verhungern, gehen erbärmlich zugrunde, weil man ihnen den Lebensraum nimmt. Vielleicht haben Sie davon gelesen, denn das Thema ist groß be-handelt worden in den vergangenen Monaten. Die Vereinten Nationen haben es auf die Tagesordnung gesetzt, Experten beraten darüber auf Gipfeln, die deutsche Landwirtschaftsministerin hat die Betroffenen gar als »systemrelevant« eingestuft. Dafür, dass sie so klein sind, wurden über Bienen in letzter Zeit viele große Worte verloren. Als schuldig an ihrem Exitus gelten Landwirte und Agrarkonzerne, die mit Pestiziden den Lebensraum der kleinen Insekten stetig zunichte machen. Wenn es so weitergeht, so die Weltuntergangspropheten, dann wird es bald nichts mehr geben, kein Obst, kein Gemüse, kein Brot, kein Fleisch. Vielleicht ist das Schwarzmalerei. Sicher ist auf jeden Fall, dass sich erst vereinzelt, zuletzt aber immer prominenter eine Gegenbewegung formiert hat. Wenn auf dem Land weniger Bienen leben, muss man sich eben um die Stadtbienen kümmern. Das haben Imker einer neuen Generation übernommen, die nicht nur exzellenten Honig produzieren, sondern ihn auch zeitgemäß vermarkten.
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