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Die Wurzeln des alten Rioja-Qualitätssystems sind in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu verorten. Als der Mehltau und die Reblaus damals den Winzern in der französischen Prestigeregion Bordeaux zu schaffen machten, kamen viele der dortigen Weinhändler auf der Suche nach Wein über die Pyrenäen nach Rioja. Mit ihnen auch die Weinbereitungstechniken des Bordelais – allem voran der Ausbau im kleinen Eichenfass. Durch die damalige Lockerung der französischen Zölle erlebte Rioja einen beispiellosen Boom, der fast vier Jahrzehnte andauerte. Zu diesem Zeitpunkt entstanden viele legendäre Bodegas wie etwa »CVNE«, »López Heredia« oder »La Rioja Alta«, die sich allesamt in Haro, nur wenige Meter voneinander entfernt, an der Bahnstation befinden. Von hier aus gingen im späten 19. Jahrhundert etwa 50.000 Hektoliter Wein pro Monat nach Frankreich. Auch heute noch ist die Region von großen Kellereien geprägt. Rund sechzehn davon stellen circa die Hälfte der Produktionsmenge der gesamten Rioja.
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